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Ohne mich!

via reddit.com

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Gauck, du Feigling [1], halt’s Maul! Auf jeden Fall, was Dein “wir” angeht, mit dem Du kriegstreiberisch neulich ausgerechnet am Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen gegen Russland hetzt. Ich erinnere an Deinen O-Ton: “Wir werden Politik, Wirtschaft und Verteidigungsbereitschaft den neuen Umständen anpassen.” (Quelle) Was soll denn das heißen? Wie anders soll ich das verstehen, denn als rhetorische Vorstufe zum “ab heute wird zurückgeschossen”? Normalerweise verzichte ich auf derartige Klarstellungen, weil ich da ja aus dem Klarstellen gar nicht mehr rauskäme. Diesmal mach ich eine Ausnahme. Dein “wir”: Ohne mich! Zieh ohne mich in den Krieg. Den Rest Deiner Faktenverdrehungen alleine in dieser Rede hat bereits dankenswerterweise ein anderer auf den nachdenkseiten auseinandergenommen. Aber zurück: Wer soll das eigentlich sein, dieses “Wir”? Wenn du so ehrlich wärst, wie du immer tust, würdest du eher “ich” sagen. Aber klar, dann fällts ja auf, was das für eine mickrige Bande ist, die sich da ständig anmaßt, für “alle” zu sprechen. Weiterlesen

Still not loving schwarz-rot-gelb

Nur weil ein Text 8 Jahre alt ist, muß er noch lange nicht veraltet sein:

“Wenn im Sport die besten Spieler aus den besten Mannschaften in einer speziellen Auswahl neu zusammengestellt werden und gegeneinander antreten, verspricht das für die Interessierten meist spannend zu werden. Man kann sich zurücklehnen und das sportliche Kunstwerk angucken oder sich entscheiden irgendwie Partei für eine der Mannschaften zu ergreifen.” Weiterlesen

 

Bienenwaage: Todo

Die folgende Todo-Liste sammelt austehende notwendig, weniger notwendige und überflüssige Arbeitsschritte. In erster Linie für mich selbst als Gedächtnisstütze. Aber auch damit, wer will, daran mitdenken und diese weiterführenden Pläne kommentieren kann, so dass sie nicht nur isoliert in meinem Kopf rumsumpfen. Continue Reading »

Bienenstockwaage jetzt stabil wireless

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Die aktuelle Schaltung mit Wägezelle, Temperatursensor und Reset

Wers noch nicht gemerkt hat: Der Bienenwaagenprobelauf ist seit einiger Zeit umgestellt auf Wireless. Das Redfly-Shield von Watterott bildet die Hardware und ersetzt das Ethernet-Shield. Die Schaltung (siehe Abbildung) ist die gleiche wie beim Ethernetbetrieb – fast: Sie ist ergänzt um eine OneWire-Reset-Schaltung (mit Diode) , zu sehen als roter Verbinder quer über das Redfly-Shield. Die Auto-Resetschaltung ist nötig, da – warum auch immer, für Erklärungsversuche bin ich dankbar – sich die Wireless-Verbindung regelmäßig aufhängt und die Sensorik dann nicht mehr erreichbar war. Beim Sketch handelt es sich um den abgewandelten Ethernet-Sketch, erweitert um die Resetschleife und mit anderem Pin für den Temperatursensor unten rechts im Bild (weil ich den Sensor nicht auf einem Pin lassen wollte, er vom Redfly belegt ist).  Weiterlesen und Sketch anschauen

Bienenwaage: Prototyp im Testlauf

Zusammenfassung

Das wichtigste vorneweg: Die Waage produziert zuverlässig hinreichend genau (+/- 15g) Gewichts- und Temperaturwerte, deren Entwicklung und aktueller Stand in Echtzeit im Netz durch zwei Kurven visualisiert sind. Zweck der Übung ist die Erleichterung und Verbesserung der Gewichtskontrolle eines Bienenstocks im Hinblick auf die Herbstfütterung und Einwinterung. Außerdem soll die Anlage beim Abgang eines Schwarms eine Alarmemail verschicken.

Funktionsweise: Eine Wägezelle, zwischen zwei aus Vierkantprofilen geschweißten H-Teilen geschraubt, bildet das Wägegestell. Ein AD-Wandler nimmt die Signale der Wägezelle entgegen, ein Arduino rechnet sie um, nimmt außerdem die Werte eines Temperatursensors entgegen und hält eine Webseite vor, die die Daten enthält (vgl. Sketch). Auf einem Webserver löst ein cronjob regelmäßig ein PHP-Skript aus, das die Webseite mit den Daten beim Arduino abruft, offensichtliche Messfehler aussortiert, jeder Messwertserie einen Zeitstempel verpasst und gültige Daten in eine Flatfiledatenbank (Textdatei sensorik.csv) schreibt. Eine weitere Webseite, in die das javascript-Kurvendarstellungssystem dygraphs eingebunden ist, stellt dann aus der Flatfiledatenbank die Kurven dar.

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Durchbruch Bienenwaage

Beim Bienenwaagenprojekt haben wir mit vereinten Kräften einen Durchbruch geschafft: Die Waage läuft und sie produziert Werte mit einem Schwankungsbereich von +-15 Gramm. Continue Reading »

Hurra, sie leben noch!

Erste Massentracht: die Saalweide hinter dem Haus

Erste Massentracht: die Sal-Weide hinter dem Haus

Den Winter und die Oxalsäurebehandlung (siehe Bild) haben die Bienen offensichtlich überlebt und den Normalbetrieb wieder aufgenommen. Nach dem Kackflug (näheres dazu im Blogbeitrag von 2013) am 22. und 23. Februar und der Entfernung des Mäuseschutzes vom Flugloch am 24.2. sind sie jetzt wieder unterwegs und tragen auch sichtbar Pollen ein, hauptsächlich gelben, aber vereinzelt auch knallroten. Aber es blüht ja auch schon einiges, auch wenn es noch nicht so danach aussieht draußen.

Und sonst: An der vollautomatischen, totalvernetzten Bienenwaage arbeiten wir immer noch offline, neulich haben wir einen Waagenunterbau zusammengeschweißt. Bis das ganze wirklich praxistauglich ist, dauerts noch. Solange gibts die aktuellen Gewichtswerte wie gehabt analog gemessen, im Gedächtnis behalten und dann per Hand eingetippt auf der Bienengewichtsseite zum Vergleich über die Jahre.

Schwebefliegen!

Abteilung Gegeninformationen: Das Albert Einstein publikumswirksam zugeschriebene Zitat vom Bienensterben ist nicht nur quellenkritisch zu relativeren, sondern auch ökologisch. Honigbienen sind nämlich nicht die einzigen Überträger von Pflanzenpollen. Auch Hummeln, Motten und Schwebefliegen übernehmen einen großen Teil der Bestäubung – immer deutlicher zeigt sich der Wert dieser lange verkannten Insekten. Dazu ein sehr lesenswerter Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Um das Fazit zu verraten: Nicht das Bienensterben ist die große Gefahr, sondern der dramatische Rückgang der Artenvielfalt – nicht nur, aber auch bei den bestäubenden Insekten. Denn je mehr bestäubende Arten unterwegs sind, desto mehr, flexibler und widerstandsfähiger ist die Bestäubungsszene insgesamt. In das gleiche Horn bläst der Artikel “Lobbyist für Bienen, Hummeln & Co. Warum Freizeit-Imkerei eine politische Seite hat” im ver.di-Magazin Sprachrohr 3/2013, Seite 14.

Honiganalyse 2013

Wie letztes Jahr gibts auch dieses Jahr wieder eine Honiganalyse: Honiganalyse 2013 (PDF). Auffällig: Die diesjährige Auswertung kommt auf 54,6% Lindenpollen im Pollenanteil des Honigs, d.h. es handelt sich um “Lindenhonig”, denn ab 45% sprechen die Fachleute von einer “Leitpollensorte” und der Honig darf danach benannt werden. Zur Erinnerung: Letztes Jahr gab es ohne Leitpollen zwei “Begleitpollensorten”: Götterbaum und Wilden Wein. Schon erstaunlich, denn die Ernte 2013 (9.8.) hat fast am gleichen Jahrestag stattgefunden wie die Ernte 2012 (8.9). Ansonsten fällt noch auf: Der diesjährige ist deutlich weniger sauer (pH-Wert 5,48 gegenüber 4,55 im vergangenen Jahr) und die Werte für die unterschiedlichen Zuckersorten und Enzyme scheinen mir auch ziemlich verschieden. Alles in allem also alles andere als ein Industrieprodukt, für das sich (ohne weiteres menschliches Zu- oder Wegtun) gleichbleibende Werte garantieren ließen. Über konkrete Ursachen kann ich nur spekulieren: Vielleicht war es der lange harte Winter 2012/13, der die Lindenblüte so sehr verschoben hat, dass sie so deutlich in den diesjährigen Honig durchgeschlagen hat. Mal sehen: nächstes Jahr.

Viele Grüße aus Südfrankreich!

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Das Wetter war schön. Leider war die erste Woche am Strand bald rum. Die zweite Woche war aber auch schön: Bildungsurlaub in Marseille. Jetzt weiß ich zumindest, wie man den Namen dieser Stadt richtig schreibt. Die Nazis haben ein komplettes Viertel am Hafen gesprengt, einfach weil es ihnen zu dreckig war. Das hat zwei Wochen gedauert. Die Einwohner haben sie zuerst geräumt und viele von ihnen später ermordet. Himmler hatte sie eigentlich gleich mitsprengen wollen. Aber da hätte die französische Polizei nicht mehr mitgemacht. Ich könnte jetzt noch viel mehr schreiben, aber die Karte ist schon wieder voll.