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Schlappe Queen?

Das Bienenjahr ist jetzt ja doch schon ein paar Wochen alt. Bei der einen unserer beiden Kisten sieht auch alles gut aus. Das zweite Volk macht uns jedoch Sorgen. Auf dem Gewichtsdiagramm ist deutlich zu sehen: Die einen (grüne Kurve) heben ab, werden schwerer, entwickeln sich gut. Die anderen (braune Kurve) dümpeln nur so vor sich hin, keine Gewichtszunahme, kaum Flugverkehr am Flugloch. Ab und zu Polleneintrag. Heute haben wir die Kiste geöffnet, um mal im Brutnest nach Anzeichen für Weiselrichtigkeit oder Buckel- bzw. Drohnenbrut zu schauen. Hier die Bilder (Flugloch links, Honigraum rechts):

Beide Kisten stehen mehr oder weniger am gleichen Standort, jedoch etwas anders ausgerichtet und besonnt im Tageslauf. Die toten Bienen und das Gemüll von unter dem Brutnest stammen aus den letzten Monaten einschließlich Winter, da die Kiste seitdem noch nicht geöffnet war.

Was ist hier also los?? Mal sehen, welche interessanten Einschätzungen im Bienenkistenforum kommen…

Bienenkiste mit Varroaschublade

Bienenkiste mit halb offener Schublade

Bienenkiste mit halb offener Schublade

Wir haben einer unserer Bienenkisten eine Varroaschublade hinzugefügt. Ziel der Übung: Wir wollen den Totenfall der Varroa aus dem Brutnest zählen, um starken Anstieg von Varroabefall direkt mitzukriegen und den Erfolg von Behandlungen messen zu können. Weiterlesen und Bilder angucken

Bienenjahr 2015 geht los – mit Grübelei über Helligkeitssensor

Wie geht’s eigentlich den Bienen? Sehr gut. Beide Völker haben den Winter überlebt und sogar auf dem Hof lebt noch eines. Bereits am 8. März hab ich den Mäuseschutz entfernt. Heute blüht die Salweide hinter dem Haus richtig, nachdem vorgestern die ersten Blüten aufgegangen waren. Zum ersten mal ist es heute warm genug für die Bienen, so dass es wilden Betrieb in der Krone gibt (vgl. das Bild von Frühjahr 2014) und heftigen Eintrag prall gefüllter gelber Pollenhöschen.

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Die Sonnenfinsternis, ca. 11 Uhr, mit der Lochkamera

Außerdem war heute vormittag auch noch eine partielle Sonnenfinsternis. Live hab ich sie mit einer Lochkamera beobachtet: zwei Blatt Papier, eins mit einem von einer Stecknadelspitze gestochenen Loch. Durch das Loch im einen Blatt Papier fällt das mondsichelförmige Abbild der teilweise verdeckten Sonne auf das andere Blatt Papier (die Brille von 1999 ist verschollen und überhaupt ist die Lochkamera die sicherste Methode, weil es damit gar nicht notwendig ist, direkt in die Sonne zu gucken). Der Helligkeitsensor an der Bienenwaage hat den Verlauf der Finsternis gut abgebildet.

Lediglich die Nachtwerte dieses Sensors (vgl. das Foto mit der Position an der Kiste) bringen uns ins Grübeln: In den vergangenen Tagen schwankt die nachts gemessene Helligkeit. Vor einigen Tagen soll es mitten in der Nacht sogar heller als im Januar tagsüber gewesen sein. Das kann doch nicht ganz stimmen, oder? Hat das was mit dem Mondlicht zu tun? Oder sabotiert ein die Nächte hindurch studierender Nachbar die Messungen? Leider weiß ich nicht mal im Einzelnen, um was für einen Fotowiderstand es sich da genau handelt (hier wenigstens ein Bild, auf dem er mit der Schaltung ganz gut zu sehen ist). Er war nicht weiter deklariert in einem Arduino-Einsteiger-Set. Wenn da wer Erklärungsvorschläge zu den Nachtmessungen hat: Her damit!

Bienenwaage mit zweiter Wägeplattform

Der A/D-Wandler auf der zweiten Kiste

Der A/D-Wandler auf der zweiten Kiste

Winter, Feiertage, dunkle Zeit: Optimale Bedingungen zum Basteln und Programmieren. Ergebnis ist erstens die statistische Bilanz unseres Bienenjahrs 2014. Zweitens habe ich die elektronische Bienenwaage, die uns seit Mitte 2014 die sonntägliche Handwägung erspart, um eine zweite Wägeplattform (für die zweite Bienenkiste), einen zweiten Temperatursensor (für die Innentemperaturen von Kiste 1) und um einen Helligkeitssensor erweitert. Sobald Wetter und Arbeitszeiten es zulassen, werde ich das ganze im Freien an den Kisten aufbauen.
Update 14.1.: Seit heute morgen misst die Anlage in freier Wildbahn für das Diagramm. Jetzt hab ich bis im Frühling Zeit, auf Basis der anfallenden Daten einen Schwarmalarm-Algorithmus zu entwickeln… Weiterlesen

Voltaic Solar Charger in action

Das Video zeigt die kompakte Solaranlage von Voltaic Systems, die einen Arduino versorgt, der als Waage unter einer Bienenkiste fungiert. Die Solarpanels befinden sich seit dem 14.11.2014 (ca. 11.30) auf dem Dach der Kiste und wiegen etwa 450 Gramm, was sich am Sprung der Gewichtskurve schön sehen lässt. Sobald die Helligkeit über den Wert 40 (ohne Einheit) steigt, fließt ein Ladestrom. Während der dunklen Jahreszeit reicht die Sonne so nicht, daher kommt bei Bedarf Ladestrom über ein langes Kabel von einem USB-Ladegerät. Die Kiste steht in Berlin, nähe Kotti. Die Waage läuft seit Sommer 2014 im Testbetrieb und löst die Handmessungen von 2012 bis 2014 ab. Sollte die Waage keine aktuellen Werte liefern, dann liegt das daran, dass sich die W-Lan-Verbindung aufhängt, weshalb ich den Arduino alle 15 Minuten resetten lasse. Read English Translation

Ohne mich!

via reddit.com

via reddit.com

Gauck, du Feigling [1], halt’s Maul! Auf jeden Fall, was Dein “wir” angeht, mit dem Du kriegstreiberisch neulich ausgerechnet am Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen gegen Russland hetzt. Ich erinnere an Deinen O-Ton: “Wir werden Politik, Wirtschaft und Verteidigungsbereitschaft den neuen Umständen anpassen.” (Quelle) Was soll denn das heißen? Wie anders soll ich das verstehen, denn als rhetorische Vorstufe zum “ab heute wird zurückgeschossen”? Normalerweise verzichte ich auf derartige Klarstellungen, weil ich da ja aus dem Klarstellen gar nicht mehr rauskäme. Diesmal mach ich eine Ausnahme. Dein “wir”: Ohne mich! Zieh ohne mich in den Krieg. Den Rest Deiner Faktenverdrehungen alleine in dieser Rede hat bereits dankenswerterweise ein anderer auf den nachdenkseiten auseinandergenommen. Aber zurück: Wer soll das eigentlich sein, dieses “Wir”? Wenn du so ehrlich wärst, wie du immer tust, würdest du eher “ich” sagen. Aber klar, dann fällts ja auf, was das für eine mickrige Bande ist, die sich da ständig anmaßt, für “alle” zu sprechen. Weiterlesen

Still not loving schwarz-rot-gelb

Nur weil ein Text 8 Jahre alt ist, muß er noch lange nicht veraltet sein:

“Wenn im Sport die besten Spieler aus den besten Mannschaften in einer speziellen Auswahl neu zusammengestellt werden und gegeneinander antreten, verspricht das für die Interessierten meist spannend zu werden. Man kann sich zurücklehnen und das sportliche Kunstwerk angucken oder sich entscheiden irgendwie Partei für eine der Mannschaften zu ergreifen.” Weiterlesen

 

Bienenwaage: Todo

Die folgende Todo-Liste sammelt austehende notwendig, weniger notwendige und überflüssige Arbeitsschritte. In erster Linie für mich selbst als Gedächtnisstütze. Durchgestrichenes ist in der Regel erledigt (oder in selteneren Fällen als unnötig verworfen). Aber auch damit, wer will, daran mitdenken und diese weiterführenden Pläne kommentieren kann, so dass sie nicht nur isoliert in meinem Kopf rumsumpfen. offline-Arbeitsnotizen: /home/mois/Schreibtisch/bienenwaage/bienenwaage-notizen

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Bienenstockwaage jetzt stabil wireless

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Die aktuelle Schaltung mit Wägezelle, Temperatursensor und Reset

Wers noch nicht gemerkt hat: Der Bienenwaagenprobelauf ist seit einiger Zeit umgestellt auf Wireless. Das Redfly-Shield von Watterott bildet die Hardware und ersetzt das Ethernet-Shield. Die Schaltung (siehe Abbildung) ist die gleiche wie beim Ethernetbetrieb – fast: Sie ist ergänzt um eine OneWire-Reset-Schaltung (mit Diode) , zu sehen als roter Verbinder quer über das Redfly-Shield. Die Auto-Resetschaltung ist nötig, da – warum auch immer, für Erklärungsversuche bin ich dankbar – sich die Wireless-Verbindung regelmäßig aufhängt und die Sensorik dann nicht mehr erreichbar war. Beim Sketch handelt es sich um den abgewandelten Ethernet-Sketch, erweitert um die Resetschleife und mit anderem Pin für den Temperatursensor unten rechts im Bild (weil ich den Sensor nicht auf einem Pin lassen wollte, er vom Redfly belegt ist).  Weiterlesen und Sketch anschauen

Bienenwaage: Prototyp im Testlauf

Zusammenfassung

Das wichtigste vorneweg: Die Waage produziert zuverlässig hinreichend genau (+/- 15g) Gewichts- und Temperaturwerte, deren Entwicklung und aktueller Stand in Echtzeit im Netz durch zwei Kurven visualisiert sind. Zweck der Übung ist die Erleichterung und Verbesserung der Gewichtskontrolle eines Bienenstocks im Hinblick auf die Herbstfütterung und Einwinterung. Außerdem soll die Anlage beim Abgang eines Schwarms eine Alarmemail verschicken.

Funktionsweise: Eine Wägezelle, zwischen zwei aus Vierkantprofilen geschweißten H-Teilen geschraubt, bildet das Wägegestell (vgl. die Gestellalternative ohne Schweißen). Ein AD-Wandler nimmt die Signale der Wägezelle entgegen, ein Arduino rechnet sie um, nimmt außerdem die Werte eines Temperatursensors entgegen und hält eine Webseite vor, die die Daten enthält (vgl. Sketch). Auf einem Webserver löst ein cronjob regelmäßig ein PHP-Skript aus, das die Webseite mit den Daten beim Arduino abruft, offensichtliche Messfehler aussortiert, jeder Messwertserie einen Zeitstempel verpasst und gültige Daten in eine Flatfiledatenbank (Textdatei sensorik.csv) schreibt. Eine weitere Webseite, in die das javascript-Kurvendarstellungssystem dygraphs eingebunden ist, stellt dann aus der Flatfiledatenbank die Kurven dar.

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